Die österreichische Landschaft der Wachau ist Weltkulturerbe. Hier ist auch das Wachauer Laberl zuhause. Die typische Oberfläche erhält das Gebäck vom Rundschleifen auf einer rauen Unterlage. Das Original wird ohne Gewürze hergestellt und zu allen Tageszeiten gegessen. Abends dient es beim Heurigen dazu, den Gaumen zwischen der Verkostung verschiedener Weine zu neutralisieren. Die Wiener Version des Wachauer Laberls ist meist gewürzt, wobei Kümmel typisch hervorsticht.
Text & Foto: Johannes C. Hoflehner
Alle Zutaten auf langsamer Stufe 6 Minuten mischen, dann auf schnellerer Stufe 2 Minuten kneten. Den Teig zugedeckt bei Raumtemperatur 11-13 Stunden gehen lassen, dabei nach 30 und 60 Minuten jeweils einmal dehnen und falten.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einer Rolle formen, um Spannung in den Teig zu bringen, und dann in 10 etwa gleich große Portionen à zirka 85 g teilen.
Jeden Teigling rund einschlagen und auf einem mit Roggenmehl bestäubten rauen Holzbrett zu Kugeln schleifen, dabei nicht zu fest aufdrücken, damit unter der Kugel ein leicht offener Teigschluss entsteht. Die Teiglinge mit Schluss nach oben auf ein mit einer Dauerbackmatte (alternativ Backpapier) ausgelegtes Blech legen, zudecken und bei Raumtemperatur 30 Minuten gehen lassen.
Rechtzeitig den Backofen auf 205°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Blech mit den Teiglingen unter kräftigem Schwaden in den Ofen geben und 20-22 Minuten backen.
Die Fenchel-, Koriander- und Anissamen fein mörsern. Den Kümmel grob mörsern (alternativ ganz lassen). Alle Gewürze mischen.