Nach alter österreichischer Tradition wurde nach der Fastenzeit das Osteressen zur Segnung in die Kirche getragen. Zuoberst lag der Hefekranz mit dem rot gefärbten Ei, Sinnbild für das Blut Christi und Zeichen des Neubeginns. An diese Tradition knüpft dieses Rezept an: ein feinporiger, mild-süßer Hefekranz, der festlich wirkt und doch unkompliziert bleibt. Am besten schmeckt er frisch gebacken, noch leicht warm, pur oder mit etwas Butter. Er begleitet das Osterfrühstück ebenso stimmig wie die gedeckte Kaffeetafel.
Text & Foto: Bärbel Adelhelm
Die Milch in den Mixtopf geben, auf 37°C erwärmen. Dann die Hefe hinzufügen und kurz verrühren.
200 g des Mehls zur Milch geben, auf Knetstufe zirka 1 Minute mischen und zugedeckt 45 Minuten im Topf ruhen lassen.
In der Zwischenzeit das Backpapier für die Frankfurter-Kranz-Backform zurechtschneiden.
Butter, Zucker, Salz, Vanillezucker und Zitronenabrieb zum Teig geben und auf Knetstufe 2 Minuten unterkneten. Dabei nach 30 Sekunden durch die Deckelöffnung erst das ganze Ei, dann die einzelnen Eigelbe nach und nach hinzufügen.
300 g Mehl zum Teig geben und auf Knetstufe 1 Minute kneten. Den Teig in eine geölte Schüssel geben und zugedeckt 90-120 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und in 3 gleich große Stücke à 300 g teilen. Jedes Stück zu einem langen Strang formen, dessen Länge etwa dem 1,5-fachen der Backform entspricht.
Die drei Stränge sehr locker zu einem Zopf flechten, in die Form geben und zugedeckt bei Raumtemperatur 60-75 Minuten gehen lassen.
Den Backofen rechtzeitig auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Eigelb fürs Topping verquirlen, den Zopf damit großzügig bestreichen und mit Mandelblättchen sowie Hagelzucker bestreuen.
Die Form in den Ofen geben und 30 Minuten backen.