Burebrot ist ein schweizer Bauernbrot, dessen Teig Wasser und Milch enthält. 2011 habe ich dieses Brot zum ersten Mal gebacken. Seitdem ist es einer meiner großen Favoriten. Immer wenn ein Kommentar zum Rezept eintraf, habe ich mich geärgert, dass ich damals noch mit relativ viel Hefe gearbeitet hatte. Deshalb, und um mir zu beweisen, dass man auch in einem nicht auf Brotbacken ausgelegten Haushalt ein vernünftiges Brot backen kann, habe ich in einer fremden Küche, ohne Gärkorb, Knetmaschine und dicht schließendem Ofen mein damaliges Rezept verändert nachgebacken. Ergebnis ist ein wunderschönes Brot mit äußerst fluffiger Krume, zartsplittriger Kruste und ganz mild-würzigem Aroma. Die Hefemenge ist auf knapp 1% geschrumpft, der Vollkornanteil gestiegen. Für Einsteiger empfehle ich, die Wassermenge im Hauptteig um 10 bis 30 Gramm zu reduzieren, falls noch keine Erfahrung mit mittelfesten Teigen vorhanden ist.
Die Vorteigzutaten mischen und 24 Stunden bei 6-8°C reifen lassen.
Alle Zutaten von Hand vermengen, sodass das Mehl gut mit der Flüssigkeit verbunden ist.
90 Minuten Gare bei 24°C. Nach 30 und 60 Minuten falten.
Den Teig rundwirken und 60 Minuten mit Schluss nach oben im Gärkorb ruhen lassen.
Bei 250°C fallend auf 220°C 50 Minuten mit Dampf backen.