Prag hat Trdelníki berühmt gemacht. Millionen Gäste aus aller Welt haben dort bereits an dem Gebäck geknabbert und erinnern sich wohlig zurück. Nicht selten wurde ihnen weisgemacht, es handle sich um eine alt-böhmische, also tschechische Spezialität. Die Wahrheit ist eine andere. Die Wurzeln der süßen Knabberei liegen im slowakischen Skalica. Dort ersann der Koch József Gvadányi die Mischung aus Baumkuchen und ungarischem Striezel im 18. Jahrhundert. Während die Marketing-Leute noch streiten, wird hier lieber der Teig bereitet. Für den Genuss einer süßen Leckerei, die man sonst in den Straßen der Moldau-Metropole genießt.
Alle Zutaten 10 Minuten auf schnellerer Stufe zu einem festen Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt 12 Stunden in den Kühlschrank zur Gare stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 60 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen. Rechtzeitig die backfesten Formen vorbereiten. Die klassische Form kann mit einem runden, länglichen Gegenstand simuliert werden.
Den Teig in 5-6 gleichgroße Portionen zu jeweils 85 g teilen und in 80 cm lange Stränge ausrollen.Die Formen mit Öl bestreichen und mit jeweils einem Teigstrang umwickeln. Zwischen den einzelnen Streifen Abstand halten. (Bild 1)
Die Formen vorsichtig hin- und herrollen. Der Teig wird so flachgedrückt und die zuvor ausgesparten Zwischenräume werden ausgefüllt. (Bild 2)
Den Teig rundherum nochmal dünn mit Öl bestreichen und im Zucker wälzen. Nach Geschmack kann auch Zimt in den Zucker gemischt werden. (Bild 3)
Die Teiglinge 90-120 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. (Bild 4)
Den Ofen rechtzeitig auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die TrdelnÍki für 18-20 Minuten goldbraun backen.