Man kennt ihn unter den Namen Semmelauflauf oder Serviettenkloß – den Brotpudding. In niederdeutscher Sprache auch „Grooter Hans“ genannt, hat das Gericht seinen Ursprung in Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Die Zutaten waren früher auf den Höfen in der Küche vorrätig. Altes Brot wurde effektiv verarbeitet und der Hunger der schwer arbeitenden Landbevölkerung günstig gestillt. Dabei schmeckt der Brotpudding auch noch hervorragend, zum Beispiel zu Kasseler oder in der süßen Variante zu Kompott.
Text: Volker Kröger, Fotos: Antje Polzin
Das Altbrot mit der Milch übergießen, gründlich umrühren und zirka 30-40 Minuten einweichen lassen.
Alle Zutaten auf langsamer Stufe 12 Minuten mischen.
Eine gut eingefettete Wasserbad-Puddingform (alternativ Gugelhupfform, Durchmesser 22 cm) mit fein gemahlenen Semmelbröseln ausstreuen, den Teig gleichmäßig einfüllen, glattstreichen und die Form mit dem Deckel verschließen.
Die Puddingmasse in der Form in ein Wasserbad geben und 120 Minuten im kochenden Wasserbad garen. Dabei darauf achten, dass das Wasser die gleiche Höhe wie die Form hat. Wenn nötig, Wasser nachschütten.
Unterdessen die Soße zubereiten. Dafür das Backobst sowie den Apfelsaft in einen Topf geben, aufkochen und 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.
Die Weizenstärke in 50 g Apfelsaft glatt einrühren und zur Soße geben. Die Masse unter Rühren kurz aufkochen lassen, dann mit Zitronensaft sowie Zimt abschmecken. Zugedeckt bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
Die Puddingform aus dem Wasserbad nehmen und etwa 45 Minuten auskühlen lassen.
Den Brotpudding auf einen Teller stürzen und lauwarm mit Soße servieren.