Man muss kein Fan von Sauerkraut sein, um dieses Brot zu mögen. Die Säure des fermentierten Kohls bildet einen wunderbaren Kontrast zur karamellfarbenen Kruste. Der Geruch des Laibs variiert sehr stark, mal duftet er kräftig nach Röstaromen, Kaffee und Karamell, mal säuerlich in der Krume. Kombiniert man das Gebäck mit einem Hüttenkäse und Radieschen, zaubert man einen kulinarischen Hochgenuss, der durch eine Holunderschorle perfekt abgerundet wird.
Text & Foto: Johannes Dackweiler
Die Zutaten gründlich mischen und zugedeckt bei Raumtemperatur 13-15 Stunden reifen lassen.
Alle Zutaten auf langsamer Stufe 6 Minuten mischen, dann auf schnellerer Stufe 4 Minuten kneten. Den Teig zugedeckt bei Raumtemperatur 40-60 Minuten gehen lassen.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, langwirken und mit Schluss nach oben in einem bemehlten Gärkörbchen bei Raumtemperatur 50-60 Minuten zur Gare stellen.
Rechtzeitig den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Teigling sanft aus dem Gärkörbchen stürzen, einschneiden, den Schnitt mit Kümmel bestreuen, unter Schwaden in den Ofen geben und 5 Minuten backen. Die Temperatur auf 200°C reduzieren und weitere 45 Minuten backen.