In dem Brot spielen fermentierte gelbe Linsen die Hauptrolle. So konzentriert sich das Rezept auf das Wesentliche: den einzigartigen Geschmack der leckeren Hülsenfrüchte. Durch die Fermentation werden sie besser verträglich und zudem geschmacksintensiver. Auf diese Weise kommt der natürliche, nussige Charakter der Linsen voll zur Geltung und macht das Brot zum puristischen, doch gleichsam vielschichtigen Genuss.
Text & Foto: Dorothee Keipke
Die Linsen unter fließendem Wasser abspülen, dann mit Wasser und Zitronensaft bedecken, sodass das Wasser etwa 8 cm über den Linsen steht, anschließend zugedeckt bei Raumtemperatur 36 Stunden fermentieren lassen. Während der Gärung quellen die Linsen auf und es bilden sich kleine Bläschen im Wasser. Die fermentierten Linsen in ein Sieb geben und abspülen, dann abtropfen lassen.
Alle Zutaten auf langsamer Stufe 10 Minuten mischen, dann auf schnellerer Stufe 5 Minuten kneten. Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und zugedeckt bei Raumtemperatur 60 Minuten gehen lassen, dabei nach 30 Minuten einmal dehnen und falten. Den Teig danach zugedeckt für 10-12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur 60 Minuten akklimatisieren lassen.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, rundwirken und mit Schluss nach oben in einem bemehlten Gärkörbchen bei Raumtemperatur 60 Minuten zur Gare stellen.
Rechtzeitig den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Teigling sanft aus dem Gärkörbchen stürzen, einschneiden, unter Schwaden in den Ofen geben und 10 Minuten backen. Die Temperatur auf 190°C reduzieren und weitere 40 Minuten backen.