Das „Bürli“ stammt aus der Schweiz und ist im Grunde das, was man in Deutschland als Brötchen bezeichnet. Bei diesem speziellen Rezept kommt anstelle von herkömmlichem Weizen- oder Roggenmehl Ruchmehl zum Einsatz. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine Schweizer Spezialität. Die besondere Kranz-Form in diesem Rezept macht nicht nur optisch eine gute Figur, sondern ermöglicht es den Gästen auch, ohne Besteck ein einzelnes Brötchen herauszubrechen.
Für den Vorteig das Ruchmehl mit der Backhefe und dem Wasser zu einem glatten Vorteig verrühren, abdecken und bei Raumtemperatur etwa eine Stunde ruhen lassen.
Wenn der Teig Blasen wirft, in den Kühlschrank stellen und etwa 16 Stunden reifen lassen.
Am Backtag für den Hauptteig das Ruchmehl, die Hefe, das Salz und das Wasser in die Teigknetmaschine geben, den Vorteig hinzufügen, alles im langsamen Gang etwa 4 Minuten mischen und im schnelleren Gang etwa 10 Minuten verkneten (Teigtemperatur 23°C).
Ist der Teig ausgeknetet, mit Bäckerleinen oder einem Handtuch abdecken und etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, in sieben gleich große Portionen teilen und diese in den Handflächen rundschleifen.
Die Teiglinge in Kranz- oder Ringform auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, sie sollen sich dabei nur knapp berühren. Den Ring mit Bäckerleinen abdecken und bei Raumtemperatur eine Stunde ruhen lassen, bis die Teiglinge ihr Volumen verdoppelt haben.
Den Backofen mit eingeschobenem Backstein (im unteren Drittel) auf 240°C Umluft vorheizen. Den Kranz leicht mit Weizenmehl besieben und jeden Teigling mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden.
Den Bürlikranz mit dem Papier in den heißen Ofen auf den Backstein ziehen, schwaden und in 35 Minuten knusprig backen. Den Brotkranz herausnehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.