Wer sich im malerischen Südtirol einer deftigen Brotzeit und einem „Vierterle Wein“ hingibt, kommt um sie nicht herum – die Vinschgauer oder Vinschger Paarlen. Dabei handelt es sich um etwa handtellergroße Fladenbrötchen. Ein kräftiger Roggenteig mit dem zarten Duft von Schabzigerklee verleiht ihnen besonderes Aroma und ist typisch für die kleinen, würzigen Brote.
Für die etwas anderen Burger-Brötchen kommen Süßkartoffelpüree und ein Mehlbrühstück in den Teig. Damit sind eine schöne Farbe, leichte Süße und Saftigkeit garantiert. Anders als bei vielen anderen Glutenfrei-Rezepten wird der Teig lange geführt und entwickelt dadurch nicht nur Aroma, sondern macht das Backen auch zeitlich flexibler.
Sauerklee ist im März und April einer der ersten Frühlingsboten in hiesigen Wäldern. Mit seinem leuchtenden Grün und den zarten weißen Blüten breitet er sich zu großflächigen Teppichen aus. Er gilt als sehr gesund und verleiht den Brötchen eine leicht säuerliche Note, womit sie wunderbar zu pikanten Belägen und Aufstrichen passen.
Ein Brühstück aus Altbrot sorgt für die Würze, Röstzwiebeln und Ahornsirup bringen eine karamellige Süße und somit eine harmonische Geschmackskomposition ins Gebäck. Einfach pur genossen, mit etwas Butter, sind die Zwiebelstangen ideale Begleiter zum Picknick, am Buffet oder zu einer deftigen Suppenmahlzeit.
In vielen Regionen Italiens gibt es spezielle Brotarten. Im Raum Triest sind die Panini Carciofi häufig anzutreffen, sofern man früh genug in der Bäckerei Schlange steht. Die zahlreichen Spitzen des Brötchens sind ein Feuerwerk an Knusprigkeit und das Innere entspricht einem klassischen italienischen Panino.