Wenn sich der warme Geruch von gebrannten Mandeln im Haus ausbreitet, ist dieser luftige Hefezopf gerade aus dem Ofen gekommen. Zart, aromatisch und goldbraun gebacken, passt er perfekt zu einer Tasse Kaffee an dunklen Adventsnachmittagen – und macht Lust auf die stillen, süßen Momente der Weihnachtszeit.
Ebenso wie Zimt ist Kardamom in der skandinavischen Bäckerei weit verbreitet. Die Kardemummasnurra (Kardamomschnecke) gilt dabei als beliebteste Darreichungsform. Die Zitronenschale im Teig ist nicht ganz klassisch, hebt aber die Zitrus-Noten des Kardamoms auf ein neues Level. Was für ein luftig-süßer Genuss!
Gletscher, Vulkane und Geysire prägen die Landschaft und die Menschen Islands. Sogar Brot kann in der Wärme von Geysiren gebacken werden. Traditionell vergräbt man den Teig für Rúgbrauð in einer Blechdose im etwa 80°C warmen Boden in der Nähe von heißen Quellen. Dort ruht er für etwa einen Tag. Unter diesen Bedingungen reagieren im Teig Zuckermoleküle mit Aminosäuren und geben dem Brot seine schokoladenbraune Farbe, während es im wahrsten Sinne slow baked, also sehr langsam gebacken wird.
Auch wenn das im deutschsprachigen Raum so beliebte Finnenbrot den Norden im Namen trägt, ist es eher eine Hommage deutscher Bäckereien an die rustikalen Roggenbrote aus Finnland. Aber mit seinen gerösteten Sonnenblumenkernen, Roggenmalzflocken und Leinsamen ist es so köstlich, dass es freilich an nordische Vorbilder erinnert.
Kahvitauko ist der Name der finnischen Kaffeepause und ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsalltages in dem nordischen Land. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand kann man die Seele baumeln lassen und ein wenig mit Leuten plaudern. Gerne wird dabei ein süßes Hefegebäck wie die kleinen Pikkupullat serviert. Dank etwas Kardamom im Teig harmonieren die fluffigen Milchbrötchen perfekt mit Kaffee.