Mühlen verarbeiten vor allem den Mehlkörper der Körner, jedoch nur einen Teil der Schale. Die wird oft zu Tierfutter. Dabei enthält sie wertvolle Mineral- und Ballaststoffe. Vom herben Aroma ganz zu schweigen. Nicht zuletzt binden die Schalenanteile viel Wasser. Das macht Brot saftig und länger haltbar. Viele gute Gründe also, die Kleie in einem Brot zu verarbeiten.
Mit dem Herbst beginnt auch die Zeit für herzhafte Kürbissuppe. Zu der passt dieses Brot als würzige Ergänzung hervorragend. Neben den gerösteten Kürbiskernen gibt ein Hauch von Curry diesem Brot besonderen Pfiff.
Reichhaltiges Brot muss nicht immer schwer sein. Es geht auch fluffig. Hauptzutat dieses Brotes ist Ruchmehl. Die Schweizer Spezialität enthält mindestens 80% Schalenanteile. Viel kommt dabei von der äußeren Schalenschicht. Das macht das Mehl so aromatisch. Ergänzt wird es mit Roggen-Vollkornschrot. Gekauft oder aus der eigenen Mühle bringt das nochmal ein Plus an Aroma. Gut fermentiert überzeugt das Brot trotz all der Reichhaltigkeit mit einer luftigen Krume.
Mit der kühleren Jahreszeit hält auch wieder mehr Roggen Einzug in die Brotbäckerei. Sein rustikales Aroma im Zusammenspiel mit einem guten Sauerteig wärmt Gaumen und Seele. Dieses Brot bedient sich eines helleren Mehls, verbindet es aber mit gekochten Körnern, die ihm neben einem Mehr an Aroma vor allem einen guten Biss verleihen.
Brot und Rotkohl sind auf den ersten Blick kein natürliches Paar. Und sicher wird dieses Brot auch kein Pausen-Klassiker. Aber zum Raclette, Fondue oder mit einer interessanten Käseauswahl ist dieser Laib ein überzeugender Begleiter.