Blaues Maismehl verleiht diesem Brot eine taubenblaue Färbung sowie ein kräftiges, mineralisch-süßliches Aroma. Es entsteht aus einer speziellen Maissorte, die mit Holzasche gekocht und nach anschließender Trocknung gemahlen wird. Das besondere Mehl ist im Internet oder in mexikanischen Feinkostgeschäften erhältlich. Durch die unverkennbare Ährenform lassen sich einfach mundgerechte Stücke abbrechen.
Während Ciabatta bei uns weit verbreitet und eine beliebte Grill-Beilage ist, wird Ruchmehl eher selten mit dem italienischen Stangenbrot in Verbindung gebracht. Dabei bietet Ruchmehl einige Eigenschaften, die es zu etwas Besonderem machen. Es wird meist aus Weizen hergestellt, und neben einem kräftigeren Geschmack und einer dunkleren Krume ergibt sich durch das Herstellungsverfahren vor allem ein höherer Gehalt an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen.
Das „Bürli“ stammt aus der Schweiz und ist im Grunde das, was man in Deutschland als Brötchen bezeichnet. Bei diesem speziellen Rezept kommt anstelle von herkömmlichem Weizen- oder Roggenmehl Ruchmehl zum Einsatz. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine Schweizer Spezialität. Die besondere Kranz-Form in diesem Rezept macht nicht nur optisch eine gute Figur, sondern ermöglicht es den Gästen auch, ohne Besteck ein einzelnes Brötchen herauszubrechen.
Diese Brötchen gehören einfach zur Grillsaison dazu. Aus Gelbmehlweizen, Emmer und Einkorn gebacken, mit Maisgrieß und Kräutern verfeinert und mit Olivenöl sowie Salz gekrönt, ergeben sich handgerechte kleine Brötchen, die besonders würzig sind. Einfach gut.
Die bunten Tafeln an einem sommerlichen Grilltag laden einfach zu kreativen Ideen ein. Es gilt: Erlaubt ist, was lecker schmeckt. Und dabei muss man nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Wie wäre es zum Beispiel mit Altbrot-Verarbeitung? In wenigen Schritten kann man aus einem nicht mehr ganz frischen Brot ein paar krosse Grill-Sticks zaubern, die als Appetizer hervorragend zu Dips und Salaten schmecken.