Kamut ist der Handelsname des Khorasan-Weizens. Ein 30-prozentiger Anteil seines Urahnen gibt diesem Weizenbrot eine leicht gelbliche Krume und einen besonderen Geschmack.
Nein, dieses Brot ist weder schwarz noch weiß. Aber während der Roggen seinen dunkelsten Vertreter ins Rennen schickt, gibt es vom Weizen ein sehr helles Mehl. Zusammen vereinen sie sich zu einem aromatischen Brot mit tollem Ofentrieb, das auf dem Teller eine flexible Unterlage für Süßes und Herzhaftes ist.
Auch im Winter darf es auch mal ein helles Brot sein, so wie dieses große fluffige Weizenbrot, das im Ofen Wolken-gleich aufgeht. Und das bei minimalem Hefe-Einsatz. Dabei ist es besonders saftig, weil ein Altbrot-Brühstück zum Einsatz kommt. Der Krumenfarbe sieht man das nicht an. Denn verwendet wurde lediglich helles Altbrot.
Wenn es draußen kälter wird, wächst die Lust auf aromatische Roggenbrote. Hier unterstützen ganze Roggenkörner das Aroma der Mehle. Und trotzdem kein anderes Getreide zum Einsatz kommt, lässt sich der Teig gut bearbeiten und ohne Form backen. Wobei ein Holz-Backrahmen das Aroma noch auf eine höhere Stufe bringen könnte.
Zum Thema Seelen gibt es eine nette Legende: Demnach wurde vor langer Zeit den lieben Verstorbenen auf ihrer letzten Reise ein Brot mitgegeben – schließlich brauchten sie Wegzehrung. Aber die Schwaben hatten es nicht so üppig, sodass es kein großer Laib sein sollte. Stattdessen backte man ein kleines, längliches Brot, das den Verstorbenen in die Hände geben wurde: die Seele.