Der Sommer hat sich verabschiedet. Es beginnt die Zeit der gemütlichen Abende. Mit diesem Brot holt man noch einmal ein wenig Italien-Gefühl auf den Tisch. Hartweizen mit seinen manchmal fast marzipanigen Noten gibt dem Gebäck seinen aromatischen Charakter. Etwas Salz und Olivenöl drauf – und der mentale Urlaub beginnt.
Dieser Stollen überzeugt auch Stollen-Muffel. Gibt’s nicht? Oh doch. Viel zu häufig. Mal sind es die Rosinen, die große Ablehnung erfahren, mal Zitronat und Orangeat. Dem einen ist es zu trocken, der anderen zu süß. Hier jedoch werden feine Zutaten so üppig zu einer Geschmacks-Symphonie komponiert, deren Aromen kaum jemand widerstehen kann.
Bananen sind schmackhafte Energielieferanten, reich an Kalium, Magnesium und Vitamin B6. Genau richtig für die dunkle Jahreszeit. Der Aufwand, ein leckeres glutenfreies Bananenbrot daraus zu zaubern, ist gering. Und es bietet gleichzeitig eine gute Möglichkeit, braun gewordene Bananen zu verarbeiten. Denn in dem unansehnlichen Zustand liefern sie das beste Aroma.
Beim Anschneiden strahlt das satte Orange der Füllung, beim Hineinbeißen überzeugt die sanfte, aber feste Struktur des Brötchens. Dabei entfaltet sich das Sauerteig-Aroma, verbunden mit einem Hauch frischer Linsen und dem Duft von Kurkuma. Das Backwerk Orange schmeckt dabei sowohl mit herzhaften als auch mit süßen Belägen.
Das Kalenderjahr neigt sich dem Ende entgegen. Aber noch einmal soll das Brot des Jahres zelebriert werden – das Roggen-Vollkornbrot. Hier in seiner unmöglichen Form, als reines Hefebrot. Eine lange Fermentationszeit kitzelt interessante Aromen aus dem Getreide, während die Hefe beweist: Dass Roggen Sauerteig braucht, um backfähig zu sein, stimmt schon lange nicht mehr. Auch wenn die Legende weiterlebt. Selbst ohne Sauerteig – Alles Roger.